Tennis Hessenliga: mmmh, mmmh, mmmh

In der vergangenen Saison 2010 standen wir zu diesem Zeitpunkt der Hessenliga-Saison noch ungeschlagen auf Platz 1 des Tableaus (und auch nach dem 4. Spieltag hielt das noch an) und am Ende standen wir im Tabellenmittelfeld – in diesem Jahr stehen wir zum gleichen Zeitpunkt der Saison noch ohne Sieg am genau gegenüber gesetzten Platz der Tabelle, ganz unten, und es bleibt uns nur zu hoffen, dass wir es am Ende des laufenden Jahres wenigstens in die Nähe des Tabellenmittelfeldes schaffen.

Dabei waren die Einzel heute durchaus Respektabel: unsere Nr. 1 Guillermo Hormazaball hat gegen den starken Richard Waite aus Frankfurt zu seiner erwarteten Form gefunden und in 3 Sätzen gewonnen. So in etwa ist unsere Erwartungshaltung bei einem Einser und wir gehen davon aus, dass Guillermo dieses Spielniveau in den kommenden Partien wieder abrufen kann. Gaston Giussani (2) wartet noch auf seinen Befreiungsschlag und hatte mit dem groß gewachsenen und aufschlagstarken Inder Narayanaswamy auch eine merkliche Aufgabe, die Punkte gingen also an den SC 80.

An Position 3 entwickelt sich Laslo Urrutia Knauer zum erwarteten Routinier und hat nach der Devise “wenn es etwas zu gewinnen gibt, wird gewonnen” seine zwei Einzelpunkte zwar nicht ganz ohne Mühe, aber doch souverän eingefahren. Aaron Wirths bekam an 4 mit dem zugekauften Kroaten Cinkus mächtig zu tun, musste sich aber erst im Tie-Break des zweiten Satzes geschlagen geben und schließlich sorgten unsere Positionen 5 und 6 für die positive Überraschung des Tages: Kai Lemke zeigte sich im 3. Satz innerlich ausgeglichen und fuhr 2 Punkte ein und auch Dominic Metzger knüpfte an seine vormalige Form an und siegte ebenfalls glatt in zwei Sätzen.

Bei 4:2 (oder 8:4) nach den Einzeln, also mit dem Rückenwind von 4 gewonnenen Spielen, dabei durch die Bank akzeptablen Leistungen und obendrein gegen den Aufsteiger auf eigener Anlage, ist dann etwas passiert, was einem nicht passieren darf: 3 Doppel wurden verloren und damit die gesamte Partie 8:13. An dieser Stelle darf man vieles hinterfragen und wird doch keine endgültigen Antworten finden, vielleicht aber einige Hinweise, es beim nächsten Mal anders zu versuchen.

Am morgigen Sonntag geht es zum letztjährigen Meister Eintracht Frankfurt und da bräuchten wir schon einiges an Steigerung, um wenigstens auf Augenhöhe mitspielen zu können.

Ausblick

Man darf sich jetzt, obwohl  die Auslosung bisher nicht eben zu unseren Gunsten war, durchaus Sorgen um das Saisonziel machen und hakt die erste Saisonhälfte gedanklich am besten komplett ab. Noch 4 Spiele, da ergeben sich wenigstens 3 Chancen mit dabei zu bleiben und es steht uns ein sehr enges Rennen bevor.

Für die kommenden Spiele müssen wir an Substanz gewinnen, nicht so sehr tennistechnisch, Arme und Beine haben gut genug funktioniert, aber an Tennispersönlichkeit, Durchzugswillen und auch der Fähigkeit den Punkt zu machen fehlt es uns leider noch.

Pressespiegel

Echo-Online – Na also: Es geht doch (11.07.2011)
Echo-Online – Erster Saisonerfolg ist zum Greifen nah (11.07.2011)
Echo-Online – Kein Abel im morgigen Kellerduell (08.07.2011)

Main-Spitze – „Jetzt folgt Abstiegskampf pur“ (11.07.2011)
Main-Spitze – Qualität und Identifikation (09.07.2011)
Main-Spitze – Sieg über Aufsteiger SC 80 nimmt Druck (08.07.2011)

Veröffentlicht in Hessenliga am 9. Juli 2011 um 23:06 von Henning T. Heil
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